Aktuelle Informationen zum Thema Corona aus dem Landkreis Aurich

Um die Fragen aus der Bevölkerung beantworten zu können, hat der Landkreis Aurich ein Info-Telefon eingerichtet. Es ist montags bis donnerstags von 8-16 Uhr und freitags von 8-12 Uhr unter der Durchwahl 04941 16-1616 erreichbar.

Aktuelle Informationen zum Thema Corona vom Landkreis Aurich auch unter: https://www.landkreis-aurich.de/soziales-gesundheit/gesundheit/aktuelle-informationen-zum-thema-corona.html

Maskenpflicht in hoch frequentierten Bereichen

Auf Anregung der Gemeinde Krummhörn erlässt der Landkreis Aurich heute eine Allgemeinverfügung über eine Maskenpflicht im Ortskern von Greetsiel. Eine weitere heute erlassene Allgemeinverfügung betrifft Teile der Norder Innenstadt. In folgenden Bereichen, in denen mit einer hohen Personenanzahl zu rechnen ist, muss zwischen 9:00 Uhr und 20:00 Uhr grundsätzlich eine Bedeckung des Mund- und Nasenbereiches getragen werden:

Greetsiel: Am Bollwerk, Am Alten Deich, Am Neuen Deich, Am Leeger, Am Markt, Am Zingel, Diekstreek, Herrenhof 1, Herrenhof 2, Hobbingsweg, Hohe Straße, Kalvarienweg, Kattrepel, Liek Gang, Marktplatz, Mühlenstraße, Pastorenpad, Sandpadd, Schatthauserweg, Schulweg, Sielstraße, Tüschendör und Zur Hauener Hooge und die Deichkronenwege.

Stadt Norden: Neuer Weg und Osterstraße von Hausnummer 1 bis 16 und von 147 bis 160 (gesamte Fußgängerzone) bis einschließlich zum Vorplatz des Norder-Tors (Bahnhofstraße 1a).

Beide Allgemeinverfügungen gelten bis einschließlich zum 17. November 2020.

Die am Mittwoch erlassene Allgemeinverfügung bezüglich der Inzidenz von 35  wird heute mit einer festgelegten Gültigkeit von insgesamt neun Tagen erneut erlassen und gilt damit bis einschließlich Montag, 26. Oktober. Damit sollen Unsicherheiten bzw. vermehrtes Erlassen und Wiederaufheben verhindert werden, wenn sich die Inzidenz um den ausschlaggebenden Wert von 35 bewegt und diesen in kurzen Abständen unter- und überschreitet. Sollte sich allerdings eine eindeutige Tendenz in eine Richtung abzeichnen, wird der Landkreis selbstverständlich entsprechend darauf reagieren.

Alle Allgemeinverfügungen finden Sie auf der rechten Seite.

Betreuung ab sofort nur noch in festen Gruppen

14.10.2020

Aufgrund der aktuellen Situation und der Entwicklung der Corona-Pandemie erlässt der Landkreis Aurich eine Allgemeinverfügung für die Kindertagesstätten im Kreisgebiet. Danach hat die Betreuung ab sofort in festen Gruppen stattzufinden. Die dazugehörige geltende Verfügung finden Sie auf der rechten Seite.

In den vergangenen Tagen kam es zu vermehrten, gruppenübergreifenden Infektionsgeschehen in Kindertagesstätten im Landkreis Aurich. Für diesen sensiblen Bereich der Betreuung sind deshalb besondere Sicherheitsvorkehrungen zum Schutze der dort betreuten Kinder, deren persönlichen Umfelds sowie des Personals aus Sicht des Landkreises zwingend geboten.

Weitere Informationen finden Sie im Leitfaden „KiTa in Corona-Zeiten 2.0“ des Niedersächsischen Kultusministeriums sowie im „Niedersächsische Rahmen-Hygieneplan Corona Kindertagesbetreuung".

Neue Regelungen aufgrund Grenzwertüberschreitung

14.10.2020

Die Inzidenz (nachgewiesene Neuinfektionen der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner*innen) überschreitet bei uns im Landkreis erstmalig den Wert von 35. Das bedeutet folgende, durch die Verordnung des Landes Niedersachsen festgelegte Einschränkungen:

  • Private Zusammenkünfte in geschlossenen Räumlichkeiten sowie auch unter freiem Himmel auf privatem Gelände werden auf maximal 25 Personen begrenzt.
  • Zusammenkünfte in öffentlich zugänglichen Bereichen (z. B. gastronomischen Betrieben) unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen werden von bislang 100 Personen auf nun maximal 50 Person herabgesetzt.

Eine entsprechende Allgemeinverfügung des Landkreises sowie aktuellen Zahlen finden Sie auf der rechten Seite.

Die komplette Verordnung des Landes Niedersachsen finden Sie hier: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Über die weitere Entwicklung halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Info-Telefon nur noch vormittags erreichbar

28.05.2020

Das Info-Telefon des Landkreises Aurich zum Thema Corona ist künftig von montags bis freitags nur noch an den Vormittagen, jeweils von 8-12.00 Uhr erreichbar. 

Kompromiss im Konflikt um Alkoholausschank am Vatertag

18.05.2020

Im Konflikt um den Alkoholausschank am Himmelfahrtstag haben der Landkreis Aurich und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga einen Kompromiss erzielt. Demnach dürfen am Donnerstag, 21. Mai 2020, alkoholische Getränke ausschließlich am Tisch serviert werden. Dies gilt sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich der gastronomischen Betriebe. Weiterhin ist es den Betrieben verboten, am Vatertag einen Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken durchzuführen.

Landrat Olaf Meinen, die Vizepräsidentin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Niedersachsen, Birgit Kolb-Binder, und der Bezirksvorsitzende der Dehoga Ostfriesland, Erich Wagner, hatten sich am Wochenende nach intensiven Gesprächen auf den Kompromiss verständigt. Sie zeigten sich zufrieden mit der Einigung. Mit ihr würden sowohl die erforderlichen Kontaktbeschränkungen als auch die wirtschaftlichen Interessen der Gastronomiebetriebe berücksichtigt.

„Ich habe hohe Wertschätzung dafür, was die Gastronomen in dieser schwierigen Zeit leisten. Darum freue ich mich, dass wir zusammen eine Lösung gefunden haben“, sagte Meinen. Auch Dehoga-Bezirkschef Wagner zeigte sich angesichts des Kompromisses erleichtert: „Ich bin froh, dass wir auch weiterhin positiv mit der Kreisverwaltung zusammenarbeiten können.“

Gemeinsam mit Kolb-Binder und Wagner appellierte Landrat Meinen an die Bevölkerung, die vorgegebenen Abstandsregeln bei den Vatertagstouren zu beherzigen.

Am Vatertag ist Alkohol im Außenbereich verboten

Landkreis will größere Menschenansammlungen verhindern (13.05.2020)

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist der Verkauf und Verzehr von alkoholischen Getränken in Außenbereichen und Außenanlagen am Vatertag im Landkreis Aurich für Restaurationsbetriebe jeglicher Art verboten. Dies wird die Kreisverwaltung mit einer sogenannten Allgemeinverfügung entsprechend regeln. So soll verhindert werden, dass sich bei den traditionellen Ausflügen zu Christi Himmelfahrt größere Menschenansammlungen bilden, macht der Landkreis in seiner Begründung deutlich.

Die Möglichkeit, sich in einem Restaurationsbetrieb im Freien bewirten zu lassen, wird besonders an Feiertagen bei gutem Wetter gerne in Anspruch genommen. Gerade am Vatertag finden zudem erfahrungsgemäß viele Fahrradtouren zu diesen Treffpunkten statt – und damit steigt das Risiko für Infektionen mit dem Corona-Virus. Diese Gefahr will der Landkreis mit seiner Verfügung soweit wie möglich eindämmen. „Die kontaktreduzierenden Maßnahmen für die breite Bevölkerung stellen das einzig wirksame Mittel zum Schutz der Gesundheit der Allgemeinheit und zur Aufrechterhaltung zentraler Infrastrukturen dar“, heißt es in dem Schreiben.

Darum wird neben dem Verkauf und Verzehr von Alkohol auch der Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken untersagt. Mitgebrachte oder im Außer-Haus-Verkauf erworbene Speisen und Getränke dürften im Umkreis von 50 Metern zu dem jeweiligen Betrieb ebenfalls nicht verzehrt werden, um Ansammlungen zu verhindern.

Verboten sind am Himmelfahrtstag auch Autoveranstaltungen im Sinne der Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dabei geht es beispielsweise um die Durchführung von „Auto-Discos“. Verstöße stellen eine Ordnungswidrigkeit dar.

Drei Infizierte bei Corona-Reihenuntersuchung entdeckt

09.05.2020

Der Landkreis Aurich und die Stadt Emden haben das Ergebnis einer Corona-Reihenuntersuchung vorgestellt. Insgesamt 1000 Personen waren unter der Federführung des Mediziners Dr. Lukas Bockelmann und seiner Kollegin Frauke Bolten getestet worden – schwerpunktmäßig aus „risikobehafteten Bereichen“ wie Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Dabei wurden drei Infizierte entdeckt. Sie arbeiten allesamt im medizinischen Bereich.

Die gefundene niedrige Zahl positiver Fälle deute an, dass es insgesamt offenbar keine kritische Häufung von Fällen beim medizinischen Personal gebe und die getroffenen Schutzmaßnahmen keine wesentlichen Lücken aufweisen, folgert Dr. Bockelmann. Darüber zeigten sich auch die die Verwaltungsspitzen des Landkreises Aurich und der Stadt Emden erleichtert.

Neben einem vertieften Einblick in die besonders sensiblen Bereiche sei es eine wesentliche Intention der Reihenuntersuchungen  gewesen, mehr über das Infektionsgeschehen im Landkreis Aurich zu erfahren, sagte Landrat Olaf Meinen. Dieses Ziel habe man erreicht. Auch wenn es sich um eine „Momentaufnahme“ handele, habe man mit den Ergebnissen der Tests eine gute Grundlage für weitere Entscheidungen, wenn es um die Lockerung oder Aufrechterhaltung von Einschränkungen sozialer Kontakte gehe. Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff bezeichnete die Entscheidung zur Durchführung der Reihentests als „innovativ und vorausschauend“.

„Die Zahlen sind so gut, weil die Regeln so gut waren und die Menschen sie befolgt haben“, machte der Auricher Kreis-Gesundheitsdezernent Dr. Frank Puchert deutlich, der aber angesichts der nur geringen Infektionszahlen ausdrücklich vor einer zu positiven Einschätzung der Gesamtlage warnte. Die Corona-Krise sei noch längst nicht überwunden. Entscheidend sei, wie sich die Lage zum Herbst hin, also mit Beginn der Erkältungszeit, entwickele. Auch dürfe man nicht vergessen, dass es im Landkreis Aurich bislang sechs Tote im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gegeben habe, betonte Puchert: „Das ist nicht unterdurchschnittlich.“

Rund 60.000 Euro kostet der Reihentest. Die Finanzierung übernimmt der Landkreis. Das Geld sei sinnvoll investiert, sind sich Meinen und Puchert einig. Voraussichtlich für Anfang Juni ist eine weitere Reihenuntersuchung geplant. Während es diesmal vor allem darum ging, risikobehaftete Bereiche wie Pflegeeinrichtungen und Kliniken genauer in den Blick zu nehmen, soll dann – unter wissenschaftlicher Begleitung - die Gesamtbevölkerung betrachtet werden, um ein wirklich repräsentatives Ergebnis zu erhalten.

KVN, Landkreis Aurich und Stadt Emden planen zielgerichtet Corona-Tests

Ziel ist ein realistischeres Bild des Infektionsgeschehens (09.04.2020)

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) plant gemeinsam mit dem Landkreis Aurich und der kreisfreien Stadt Emden kurzfristig repräsentative Reihentests durchzuführen, um festzustellen, wie verbreitet das SARS-CoV-2-Virus in der hiesigen Bevölkerung tatsächlich ist. „Wir brauchen ein realitätsnahes Bild des Infektionsgeschehens“, sind sich Dr. Lukas Bockelmann von der KVN, Erster Kreisrat Dr. Frank Puchert als zuständiger Gesundheitsdezernent sowie Volker Grendel, Fachbereichsleiter Gesundheit & Soziales der Stadt Emden einig.

Bislang werden lediglich Personen mit den entsprechenden Symptomen – entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes - auf eine mögliche Corona-Infektion getestet. Diese Daten würden aber nicht verlässlich Auskunft über den tatsächlichen Verbreitungsgrad von COVID 19 geben, macht Puchert deutlich. Daher brauche man statistische Daten, wie sie die angedachten Reihentests mit einem Umfang von mindestens 1000 Personen liefern könnten.

Zwar wären auch diese Untersuchungen lediglich „Momentaufnahmen“ und Fehlergebnisse aufgrund des Infektionsverlaufes selbstverständlich möglich, die Reihenbeprobung lasse aber gewisse Rückschlüsse auf die tatsächliche Infektionsrate zu und ermögliche so eine Gesamtbewertung der Situation in der Stadt Emden und im Landkreis Aurich. „Ich bin mir sicher, dass wir die Datenlage durch die Untersuchung für jeden Einzelnen wesentlich verbessern können“, bekräftigt Lukas Bockelmann. Bei einem negativen Ergebnis dürften sich die Getesteten aber nicht in „falscher Sicherheit“ wähnen, sondern müssten weiterhin auf mögliche Corona-Symptome achten, mahnt Grendel.

Ein Überblick, wie ihn die Reihentests erbringen sollen, sei unter anderem entscheidend dafür, wie mit den verhängten Kontaktbeschränkungen „unterhalb der Landesregelung“ umgegangen werden soll, so der Erste Kreisrat Puchert. Ob es Lockerungen der Restriktionen geben kann oder ob diese weiter aufrechterhalten werden müssen, könne auf Basis der Testergebnisse verlässlicher bewertet und entschieden werden. „Wir benötigen die Daten, um unsere Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar und verständlich zu machen“, hebt der Gesundheitsdezernent hervor.

Wesentliches Ziel der Reihentests sei es, einen repräsentativen Durchschnitt der Bevölkerung zu beproben. Es gehe nicht um infektionsschutzrechtliche, sondern lediglich um statistische Daten. Dabei habe man nicht nur Menschen im Blick, die in risikogeneigten Aufgabenbereichen tätig sind, erklärt Fachbereichsleiter Grendel. Die Abstriche erfolgen ausschließlich auf freiwilliger Basis.

 

Zunächst gehe es nun darum, gemeinsam mit den Beteiligten die personellen und sächlichen Voraussetzungen für die Reihenuntersuchungen zu schaffen. Die erforderlichen Laborkapazitäten seien über die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen gesichert.

Landkreis sieht sich durch Richterspruch bestätigt

Zweitwohnungen: Gericht teilt Auffassung der Kreisverwaltung (27.03.2020)

Als Bestätigung seines bisherigen Kurses in der Corona-Krise hat der Landkreis Aurich einen Beschluss des Verwaltungsgerichtes Oldenburg bewertet. Die Richter hatten gestern die Klage eines Zweitwohnungsbesitzers gegen eine von der Kreisverwaltung erlassene Allgemeinverfügung zurückgewiesen.

Mit der Verfügung hatte der Landkreis den Besitzern von Nebenwohnungen untersagt, diese Wohnungen zu nutzen und sie zugleich angewiesen, das Kreisgebiet bis zum 22. März zu verlassen. Zu einer solchen Rückreiseermächtigung ist der Landkreis nach Auffassung der Kläger nicht berechtigt gewesen

Das sieht das Verwaltungsgericht anders. Die in der Allgemeinverfügung enthaltene Rückreiseanordnung diene in erster Linie der „Abwehr von Gefahren für Leben und Gesundheit der dort lebenden, d.h. mit Erstwohnsitz ansässigen Bevölkerung“, heißt es in der Begründung des Beschlusses. Da es sich beim Landkreis Aurich um eine stark frequentierte Tourismusregion handele, gerate der Aufenthalt weiterer Personen zu einem „unkalkulierbaren Risiko“. Um eine Überlastung der bestehenden medizinischen Infrastruktur zu vermeiden, sei es daher notwendig, den Aufenthalt all derer, die nicht mit dem Erstwohnsitz gemeldet sind, zu verhindern oder zu beenden.

„Wir begrüßen den Beschluss des Verwaltungsgerichtes ausdrücklich“, macht Landrat Olaf Meinen deutlich: „Wir haben uns die Entscheidung, die Zweitwohnungsbesitzer nach Hause zu schicken, ja nicht leichtgemacht.“

Um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, das Gesundheitssystem im Landkreis Aurich nicht zu überlasten und auch angesichts einer Weisung des Landes Niedersachsen habe es für den Landkreis aber keine andere Wahl gegeben, als die Nutzung der Nebenwohnungen zu untersagen und die Eigentümer zur Abreise zu verpflichten.

„Der überwiegende Teil der Betroffenen hat mit großem Verständnis auf unsere Verfügung reagiert“, betont der Landrat: „Wir hatten bei unserer Entscheidung aber auch keinen Ermessenspielraum.“ Diese Einschätzung sei nun auch vom Verwaltungsgericht bestätigt worden.

Deutliche Kritik äußert Meinen an verbalen Übergriffen gegenüber Auswärtigen und Zugereisten in den sozialen Medien: „Für Denunziantentum gibt es bei uns keinerlei Raum, lässt Meinen an seiner Haltung keinen Zweifel.

Landkreis verkürzt Frist für Urlauber

19.03.2020

Alle Urlauber werden aufgefordert, den Landkreis Aurich unverzüglich, spätestens aber bis Sonntag, 22. März 2020, zu verlassen. Das hat die Kreisverwaltung am Donnerstag mit einer Allgemeinverfügung angeordnet und damit eine ursprünglich gesetzte Frist um drei Tage verkürzt. Bislang war der 25. März Stichtag für die Abreise gewesen. Die neue Regelung gilt sowohl für die Inseln als auch das Binnenland und ist auch für Zweitwohnungsbesitzer bindend.

Grund für die Verkürzung: Der ursprünglich festgesetzte Rückreisezeitraum stellt eine Gefahr zur weiteren Ausbreitung des Corona-Virus dar.  Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Epidemie-Geschehens ist eine schnellere Abwicklung der Rückreisen erforderlich, um die Bevölkerung zu schützen.

Außerdem hat sich gezeigt, dass die Rückreisebereitschaft bei den Urlaubern nicht im erforderlichen Maße vorliegt. So befinden sich derzeit noch zahlreiche Feriengäste auf den Inseln – auf Norderney sind es aktuell rund 4000 Touristen.

Den Fährbetrieben war es bereits untersagt worden, Personen auf die Inseln zu transportieren. Gleiches gilt jetzt auch für die private Beförderung mit Booten und Flugzeugen.

Grundsätzlich sind die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln nur in einem eingeschränkten Umfang verfügbar und für eine große Anzahl von Besucherinnen und Besuchern vom Festland nicht ausgelegt. Dies gilt im Hinblick auf die Symptomatik der COVID-19-Erkrankung vor allem für die fehlenden Kapazitäten in der Intensivmedizin.

Insbesondere aufgrund der hohen Zahl an Touristen aus anderen Bundesländern mit zum Teil deutlich höheren Infektionsraten und räumlicher Nähe ist auf den Inseln eine mit anderen besonders betroffenen Gebieten vergleichbaren Verbreitungsdynamik zu befürchten, der nur mit entsprechend umfänglichen Maßnahmen zu begegnen ist.

Zahl der Infizierten steigt wieder an

18.03.2020

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aurich ist auf insgesamt 20 gestiegen, nachdem sie in den vergangenen Tagen stagniert hatte.

Davon kommen elf Fälle aus der Stadt Aurich und fünf aus der Stadt Norden. Ein/e Betroffene/r kommt aus der Gemeinde Hinte, ebenfalls eine/r aus der Stadt Wiesmoor. Auf Norderney gibt es derzeit zwei bestätigte Corona-Fälle.

Im Moment sind zwei Verdachtsfälle in häuslicher Quarantäne untergebracht, zusätzlich befinden sich aktuell 138 Menschen in häuslicher Quarantäne. Sechs Personen wurden mittlerweile wieder aus der Quarantäne entlassen.

Beherbergung von Urlaubsgästen ist ab jetzt untersagt

18.03.2020

Angesichts der aktuellen Corona-Krise wird der Tourismus im Landkreis Aurich weiter eingeschränkt, um die Ausbreitung des Virus möglichst zu begrenzen. Die Beherbergung von Urlaubsgästen ist mit sofortiger Wirkung verboten. Hierzu hat die Kreisverwaltung am Mittwoch eine entsprechende Verfügung erlassen und damit eine Weisung des Landes Niedersachsen umgesetzt. Die Verfügung sieht folgende Regelungen vor:

  1. Betreibern von Beherbergungsstätten und vergleichbaren Angeboten, Hotels, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen sowie privaten und gewerblichen Vermietern von Ferienwohnungen, von Ferienzimmern, von Übernachtungs-und Schlafgelegenheiten und vergleichbaren Angeboten ist es untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen.

     2. Für Betreiber von Kureinrichtungen und präventiven Reha-Einrichtungen gilt zusätzlich, dass diese nur noch Patienten für medizinisch notwendige Anschlussheilbehandlungen im Sinne des SGB V aufnehmen dürfen.

    Bereits beherbergte Personen haben ihre Rückreise bis zum 19. März 2020, spätestens jedoch bis zum 25. März 2020 vorzunehmen.

Diese Weisung gilt ab sofort bis einschließlich Sonnabend, den 18. April 2020. Eine Verlängerung ist möglich.

Vor dem Hintergrund der sehr dynamischen Verbreitung von Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus und Erkrankungen an COVID-19 müssen unverzüglich weitere umfänglich wirksame Maßnahmen zur Verzögerung der Ausbreitungsdynamik und zur Unterbrechung von Infektionsketten ergriffen werden. Weitreichende effektive Maßnahmen sind dazu dringend notwendig, um im Interesse der Bevölkerung und des Gesundheitsschutzes die dauerhafte Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems in Niedersachsen sicherzustellen.

Die großflächige Unterbrechung und Eindämmung des touristischen Reiseverkehrs ergänzt die bereits ergriffenen Maßnahmen und stellt im Kontext der übrigen Maßnahmen zur Kontaktreduzierung ein wirksames, angemessenen Vorgehen dar, um das Ziel einer Entschleunigung und Unterbrechung der Infektionsketten zu erreichen.

Nur geringfügiger Anstieg der Infektionen

17.03.2020

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aurich ist im Tagesvergleich nur leicht von 16 auf inzwischen 17 Fälle gestiegen. Davon kommen zehn aus der Stadt Aurich, vier aus der Stadt Norden, zwei aus Norderney und ein bestätigter Fall aus Wiesmoor. Hinzu kommen weitere 104 Personen, die sich derzeit in häuslicher Quarantäne befinden.

Kontakt für Unternehmer

Aufgrund der zahlreichen Nachfragen bei der Wirtschaftsförderung eine zentrale Kontaktnummer für Unternehmer eingerichtet hat, die Fragen zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auf ihren Betrieb etc. haben. Erreichbar ist dieses Info-Telefon unter der Durchwahl 04941 16-8010.  Per E-Mail ist der Kontakt unter wirtschaftsfoerderung@landkreis-aurich.de möglich.

 

Online-Zulassung

Auch weist der Landkreis Aurich auf die Möglichkeit der Online-Zulassung von Fahrzeugen hin. Um unnötige Kontakte zu vermeiden, können viele Zulassungsvorgänge von zu Hause erledigt werden. Bürger*innen haben die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen Neuzulassungen, Wiederzulassungen, Umschreibungen (Halterwechsel, mit oder ohne Kennzeichenwechsel), Außerbetriebsetzungen sowie Adressänderungen online durchzuführen.

Voraussetzungen für alle Online-Vorgänge sind der neue Personalausweis oder ein elektronischer Aufenthaltstitel mit aktivierter Online-Ausweisfunktion sowie ein vorgesehenes Kartenlesegerät oder ein Android-Smartphone mit kostenloser „AusweisApp2“ (www.ausweisapp.bund.de) und die Teilnahme am internetbasierten Zahlungsverkehr (ePayment). Zurzeit unterstützt der Landkreis Aurich die Bezahlmethode GiroPay. Je nach Zulassungsart muss es sich bei dem betroffenen Fahrzeug um ein fabrikneues oder um ein nach dem 1. Januar 2015 zugelassenes Fahrzeug handeln oder um ein nach dem 1. Januar 2015 zugelassenes Fahrzeug, das aber aktuell außer Betrieb gesetzt oder abgemeldet ist.

Weitere Information zum Onlinezulassungsverfahren mit der Auflistung aller Voraussetzungen und der direkte Zugang zum Onlineportal sind auf der Homepage des Landkreises Aurich (www.landkreis-aurich.de) zu finden.

Kreisverwaltung bleibt bis auf weiteres geschlossen

Termine sind nur im dringenden Ausnahmefall möglich

Die Verwaltung des Landkreises Aurich bleibt ab Montag, 16. März 2020, bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Schließung betrifft die gesamte Verwaltung einschließlich aller Außenstellen und Einrichtungen im Kreisgebiet. Telefonisch oder per Mail sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin erreichbar. Termine im Kreishaus sind aber nur in dringenden Ausnahmefällen nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich (s.u.). Hierzu stehen für die einzelnen Ämter zentrale Rufnummern zur Verfügung.

Busverkehr

Aufgrund der geringen Nachfrage im ÖPNV im Landkreis Aurich zur Erreichung der Notfallbetreuung in den Schulen gilt im Landkreis Aurich ab Dienstag, dem 17. März 2020, der Ferienfahrplan (Fahrten, die mit S gekennzeichnet sind entfallen; Fahrten, ohne Zusatz bzw. die mit F gekennzeichnet sind, finden statt).

Ausnahme: die Buslinien der Fa. Edzards verkehren erst ab Mittwoch, dem 18. März 2020, nach dem Ferienfahrplan (Kontakt: 04971-9258-0).

Sollte ein Beförderungsbedarf notwendig sein, der nicht durch den Ferienfahrplan abgedeckt wird, so melden sich die Betroffenen bitte telefonisch beim Verkehrsverbund-Ems Jade (VEJ) unter 04941 93377 (info@vej-bus.de) bis 16:00 Uhr des Vortages.

Eltern, deren Kinder bereits mit dem Taxi zur Schule befördert wurden, melden den Beförderungsbedarf zur Notfallbetreuung bitte beim jeweiligen Taxiunternehmen direkt an.

Abfallwirtschaft

Auch die Abfallwirtschaft des Landkreises Aurich hat Präventionsmaßnahmen gegen das Coronavirus  beschlossen. Demnach bleiben die Wertstoffhöfe in Großefehn, Georgsheil und Hage sowie auf den Inseln Juist, Norderney und Baltrum für private und gewerbliche Anlieferer ab Dienstag, den 17. März 2020, bis auf weiteres geschlossen.  Die Schließung für den Publikumsverkehr umfasst auch die Verwaltungsstandorte in Großefehn und Aurich. Termine werden nur in dringenden Fällen und nach vorheriger Absprache vergeben. Die Abfallabfuhr findet wie gewohnt statt. Sperrmüllabholung, Containerdienst und die derzeit laufende Baum- und Strauchschnittsammlung sind nach aktuellem Stand ebenfalls nicht beeinträchtigt. Die Abfallwirtschaft weist darauf hin, dass Bestellungen der Dienstleistungen ausschließlich online über die Webseite www.mkw-grossefehn.de oder postalisch über die Bestellkarten im Abfall- und Umweltratgeber entgegengenommen werden. Weitere  Informationen und Auskünfte erteilt die Abfallberatung unter abfallberatung@landkreis-aurich.de und über die Rufnummern: 04941 16 – 7070 bzw. 04941 16 – 7777.

Kreisvolkshochschulen

Die Kreisvolkshochschulen inklusive aller angeschlossenen Projekte bleiben geschlossen. Für die KVHS am Standort Norden und Aurich bedeutet dies, dass alle Kurse, Vorträge und Workshops aus dem klassischen Programmbereich sowie öffentliche Veranstaltungen, tagsüber und abends, sowohl in der Woche als auch am Wochenende bis einschließlich 19. April ausfallen werden. Alle Kurse in den Außenstellen sowie an weiteren externen Orten fallen ebenfalls aus. Ob und inwieweit Termine nachgeholt werden können, wird geklärt. Die Kreisvolkshochschulen in Norden und Aurich sind personell besetzt, sodass alle Anliegen zwischen 8:00 und 13:00 Uhr telefonisch unter 04931 924 100 in Norden oder 04941 9580-0 in Aurich beantwortet werden können.

Der Senioren- und Pflegestützpunkt im Landkreis Aurich verzichtet aktuell auf persönliche Beratungen. Stattdessen sollten Betroffene auf die Möglichkeit einer telefonischen Beratung zurückgreifen. Das umfasst die Senioren-, Pflege- und Wohnberatung. Auch die Angebote der Freiwilligenagentur Landkreis Aurich inklusive der Angebote für Freiwilligendienstleistende fallen bis einlischließlich19. April aus. In Norden fallen außerdem alle Angebote und offenen Treffs des Mehrgenerationenhauses Norden bis einschließlich 19. April aus. In Abstimmung mit der Stadt Norden fällt unter Berücksichtigung der Handlungsempfehlungen des Landes Niedersachsen auch das Kinderferienprogramm in den Osterferien aus. Angebote einzelner Anbieter, die in deren Eigenverantwortung trotzdem stattfinden sollten, unterliegen nicht der Verantwortung der KVHS Norden oder der Stadt Norden.

Die Kreisverwaltung bittet die Bevölkerung um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen. Deren Ziel ist es, den Dienstbetrieb aufrechtzuerhalten, die Handlungsfähigkeit auch in den kommenden Wochen zu gewährleisten und eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden.

Aktuelle Corona-Entwicklung

Aktuell gibt es im Landkreis Aurich 16 Infizierte. Insgesamt 86 Menschen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Fünf Personen konnten in der Zwischenzeit aus der Quarantäne entlassen werden.

Zentrale Rufnummern für Terminvereinbarungen

04941 16-

 

Zentrale Finanzverwaltung/Kreiskasse                  2023

 

Ordnungsamt                                                                      

Ausländerbehörde                 3232

Bußgeldabteilung                   3251

Jagd- und Waffenwesen        3235

Straßenverkehrsabteilung,

Führerscheinstelle                 3600

 

Amt für Veterinärwesen und

Lebensmittelüberwachung                                     3901

 

Sozialamt                                                                  5029

 

Amt für Kinder, Jugend und Familie/

Pflegekinderdienst                                                  5109   

Regionalteam Nord               5181

Regionalteam Süd                  5200

Regionalteam Mitte              5101

Regionalteam West               5240

Beratungsstelle in Norden     5251   

           

Jobcenter                                                                  5600

 

Amt für Bauordnung, Planung

und Naturschutz                                                      6041, 6042, 6043

 

Amt für Kreisstraßen, Wasserwirtschaft und Deiche

Straßenangelegenheiten       6610

Untere Wasserbehörde         6630

 

Abfallwirtschaftsbetrieb                                         7070, 7777

 

Amt für Wirtschaftsförderung, Kreisentwicklung            8010

 

Gleichstellungsbeauftragte                                     1661

Kreishaus ab Montagmittag geschlossen

Vor dem Hintergrund der aktuellen Coronoa-Krise bleibt die Auricher Kreisverwaltung ab dem 16. März 2020, 13 Uhr bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Dies gilt für die Kreishäuser in Aurich und Norden sowie für alle Außenstellen und Einrichtungen des Landkreises.

16 Corona-Fälle im Landkreis Aurich

15.03.2020

Aktuell gibt es im Landkreis Aurich insgesamt 16 bestätigte Corona-Infektionen. Zwei positive Testergebnisse – beide aus der Stadt Norden - wurden dem Gesundheitsamt des Landkreises Aurich gestern mitgeteilt. Zehn der Betroffenen kommen aus dem Gebiet der Stadt Aurich, vier aus Norden, ein Fall aus Norderney und ein weiterer aus der Stadt Wiesmoor.

Insgesamt 59 Verdachtsfällt befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne, ein weiterer Verdachtsfall wird isoliert im Auricher Krankenhaus versorgt. Erfreulich ist, dass drei Verdachtsfälle inzwischen aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden konnten.

Unterdessen hat der Landkreis Aurich seine am vergangenen Freitag erlassene Allgemeinverfügung zum Besuchsverbot in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen auch auf die im Kreisgebiet befindlichen Reha-Einrichtungen, Kurkliniken und ähnliche Einrichtungen ausgeweitet. Besuche sind demnach auch dort mit sofortiger Wirkung nur noch in Ausnahmefällen, insbesondere bei pflegerischer oder medizinischer Notwendigkeit, möglich, um Patienten und Personal  vor einer Infektion zu schützen. Die Satzung vom 13. März wird durch die Erweiterung aufgehoben.

Wie lange das Corona-Geschehen anhält, lässt sich derzeit nicht beantworten. Mit einem schnellen Abebben ist nicht zu rechnen. Trotzdem gibt es keinerlei Anlass zur Hysterie. Die zuständigen Stellen des Landkreises sind in enger Abstimmung und beobachten auch die Entwicklung in den Nachbarkreisen genau. Tiefgreifende Maßnahmen – wie die  Schließung der Krankenhäuser, der Pflege- und Reha-Einrichtungen etc., aber auch von Kindertagesstätten und Schulen sowie die Untersagung von Veranstaltungen - sind zu diesem Zeitpunkt aber unbedingt erforderlich, um Infektionsketten möglichst zu durchbrechen und die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Hierzu gehört es auch, nicht notwendige Kontakte soweit wie irgend möglich zu vermeiden. Die dadurch zu erreichende Verzögerung des Eintritts von weiteren Corona-Infektionen ist auch notwendig, um das Gesundheitswesen im Kreisgebiet nicht zu überlasten und die erforderlichen Kapazitäten für die Behandlung der Erkrankten und Pflegebedürftigen, aber auch für sonstige Krankheitsfälle bereit zu halten. Schließlich sind derartige Maßnahmen von entscheidender Wichtigkeit, um dringend erforderliche Zeit für die Entwicklung bislang nicht vorhandener Therapeutika und Impfstoffe zu gewinnen.

Das eigens eingerichtete Info-Telefon des Landkreises Aurich ist unter der Durchwahl 04941 16-1616 erreichbar. Unter der bundesweiten Notrufnummer 116117 gibt es ebenfalls Informationen zum Thema Corona sowie online unter www.nlga.niedersachsen.de und www.rki.de.

Kliniken und Pflegeeinrichtungen ab sofort für Besucher geschlossen

13.03.2020

Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Corona-Virus werden die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Landkreis Aurich ab sofort für Besucher geschlossen.

Hierzu hat die Kreisverwaltung am Freitag eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen. Besuche sind nur noch in Ausnahmefällen, insbesondere bei pflegerischer oder medizinischer Notwendigkeit, und auch dann ausschließlich nach Absprache mit der jeweiligen Einrichtung möglich.

Ziel der drastischen Maßnahme ist es, Patienten und Heimbewohner vor einer Corona-Infektion zu schützen. „Ein milderes gleich wirksames Mittel zur Erreichung des Zwecks ist nicht ersichtlich“, heißt es in der Allgemeinverfügung.

Der Betrieb von „solitären“ Tagespflegeeinrichtungen - ohne angeschlossene Wohnbetreuung - wird untersagt. Tagespflegeeinrichtungen, die überwiegend Personen aus unterstützenden Wohnformen teilstationär betreuen und pflegen, wird lediglich die Aufnahme von externen Tagespflegegästen verboten.

Im Landkreis Aurich wurde am 09. März 2020 der erste Corona-Fall bekannt. Seither steigt die Anzahl der infizierten Personen im Kreisgebiet. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts nimmt die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen erheblich zu. Damit gehören Patienten in Krankenhäusern sowie Bewohner in Pflegeeinrichtungen zu den besonders gefährdeten Personengruppen. Diese gilt es angesichts des möglicherweise schwerwiegenden Krankheitsverlaufes besonders zu schützen. Ziel der Allgemeinverfügung ist es daher, die Übertragungswege des Corona-Virus auf Patienten von Krankenhäusern sowie auf Bewohner von Pflegeeinrichtungen zu unterbrechen und das Risiko einer Ansteckung einzudämmen.  „Wir wissen, wie tief diese Einschnitte sind, bitten die Bevölkerung aber eindringlich um Verständnis“, macht Landrat Olaf Meinen deutlich.

Eine Verzögerung des Eintritts von weiteren Corona-Infektionen sei auch dringend erforderlich, um das Gesundheitswesen im Kreisgebiet nicht zu überlasten und die erforderlichen Kapazitäten für die Behandlung der Erkrankten und Pflegebedürftigen, aber auch für sonstige Krankheitsfälle bereitzuhalten, stellt die Kreisverwaltung fest. Zudem seien derartige Maßnahmen notwendig, um dringend erforderliche Zeit für die Entwicklung bislang nicht vorhandener Therapeutika und Impfstoffe zu gewinnen.

Mit der aktuellen Allgemeinverfügung über die Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Bewohner sowie Beschäftigten der Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet wird eine am
11. März 2020 erlassene Verordnung aufgehoben.

Landkreis schränkt Veranstaltungen weiter ein

13.03.2020

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Corona-Infektionen schränkt der Landkreis Aurich die Durchführung von Veranstaltungen weiter ein. Ab sofort sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 100 Personen verboten. Hierzu hat die Kreisverwaltung am Freitag eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Das Gesundheitsamt kann hiervon in begründeten Fällen, wie z. B. Beerdigungen, Ausnahmen zulassen.

Darüber hinaus gelten für Veranstaltungen im Gebiet des Landkreises Aurich mit einer Teilnehmerzahl unter 100 Personen mit sofortiger Wirkung die folgenden Auflagen:

 

  • Es muss eine dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung des Veranstaltungsortes gewährleistet sein.

     

  • Es müssen ausreichende Möglichkeiten der Händehygiene (Toilettenräume mit Handwaschbecken, Flüssigseife und Einmalhandtücher sowie Desinfektionsmittel) vorgehalten werden.

     

  • Die Teilnehmer müssen vor und während der Veranstaltung aktiv über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten und Husten- und Schnupfenhygiene informiert werden.

 

Mit der aktuellen Allgemeinverfügung wird die Verfügung des Landkreises Aurich über das Verbot von Großraumveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen vom 11. März 2020 aufgehoben.

Vier neue Corona-Fälle im Kreisgebiet

13.03.2020

Am 13. März 2020 sind beim Gesundheitsamt vier neue positive Corona-Befunde eingegangen. Alle vier Betroffenen kommen aus der Stadt Aurich. Dabei handelt es sich um eine 1980 geborene Frau, einen ebenfalls 1980 geborenen Mann, eine 1972 geborene Frau und einen 1977 geborenen Mann. Alle vier hatten an einer Reise nach Österreich teilgenommen. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aurich auf zwölf.

Kindertagesstätten im Landkreis sind ab Montag geschlossen

13.03.2020

Die Kindergärten und Kindertagespflegestellen im Landkreis Aurich bleiben ab Montag, 16. März, wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. Das niedersächsische Kultusministerium hatte am Freitag den Betrieb in den Kitas mit einer entsprechenden Verfügung untersagt. „Wir haben mit diesem Schritt gerechnet“, machen Landrat Olaf Meinen und der Krummhörner Bürgermeister Frank Baumann als Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes in einer gemeinsamen Mitteilung deutlich.

Die Untersagung durch das Ministerium gilt zunächst bis zum 18. April. Dabei handelt es sich um eine Schutzmaßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes. Die Kindertagesstätten seien gleichermaßen wie Schulen von den Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus in besonderem Maße betroffen, heißt es in dem Schreiben aus Hannover. Die Schließung diene dazu, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. „Die Schließung ist eine richtige Entscheidung, um die Auswirkungen der Epidemie zu begrenzen“, sind sich Meinen und Baumann einig.

Ausgenommen von der Untersagung ist eine Notbetreuung in kleinen Gruppen. Hierfür sind die örtlichen Träger der Kindertagestätten zuständig. In den Gemeinden gehe man nun daran, die Umsetzung zu realisieren“, macht Baumann deutlich.

Allerdings soll die Notbetreuung auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt werden und dazu dienen, lediglich solche Kinder aufzunehmen, deren Eltern in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind.

Hierzu gehören insbesondere folgende Berufsgruppen:

 

  • Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,

  • Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuer-wehr,

  • Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche.

     

„Wir wissen, dass die Schließung viele Familien vor erhebliche organisatorische Probleme bei der Betreuung ihrer Kinder stellt, bitten aber alle Eltern um Verständnis für diese wichtige Maßnahme“, appellieren Landrat und Bürgermeister an die Einsicht der Erziehungsberechtigten.

Zahl der Corona-Infektionen auf acht gestiegen

12.03.2020

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Aurich ist auf insgesamt acht Fälle gestiegen (Stand 12.03.2020). Neben den bereits bekannten Fällen gibt es vier weitere Betroffene, die allesamt aus Aurich stammen. Dabei handelt es sich um einen Mann, Jahrgang 1965, und seine 1986 geborene Partnerin sowie um einen 1960 geborenen Mann und dessen 1963 geborene Partnerin.  Alle vier hatten einen Urlaubsaufenthalt in Österreich verbracht und befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Die positiven Testbefunde gingen gestern beim Gesundheitsamt des Landkreises Aurich ein.

Corona: IHK bietet Informationen für Unternehmer (12.03.2020)

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg bietet auf Ihrer Homepage Informationen rund um das Thema Corona speziell für Unternehmer:

https://www.ihk-emden.de/international/auslandsmaerkte/coronavirus-informationen-fuer-unternehmen-4711442

Unternehmer, auch aus dem Landkreis Aurich, werden gebeten, sich bei entsprechenden Fragen direkt an die IHK zu wenden.

Pressemitteilung des Nds. Städte- und Gemeindebundes – Kreisverband Aurich- in Abstimmung mit dem Landkreis Aurich vom 12.03.2020

Die Städte und Gemeinden im Landkreis Aurich sind heute von Landrat Olaf Meinen und weiteren verantwortlichen Mitarbeiter*innen über die Entwicklung und weitere Maßnahmen bezüglich der Ausbreitung des Covid 19 Virus informiert worden.

Es herrschte Einigkeit, dass man gemeinsam die anstehenden Maßnahmen und notwendigen Entscheidungen treffen und vertreten werde. Dazu gehört auch ein gemeinsames Vorgehen der Städte und Gemeinden bei der Sicherung der gemeindlichen Infrastruktur.

Dazu hat man einen Maßnahmenkatalog erstellt, der dieser PM als Anlage beigefügt ist. Zudem gilt für alle Veranstaltungen die Allgemeinverfügung des Landkreises Aurich vom 11.03.2020.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und zu verlangsamen, werden u.a.

  • bis auf weiteres nach Möglichkeit alle Sitzungen der Räte bzw. der Fachausschüsse abgesagt

  • Öffentliche Veranstaltungen, wie z.B. die gemeindlichen Umwelttage abgesagt

  • Veranstaltungen in gemeindlichen Gebäuden, wie z.B. Theateraufführungen, Elternabende usw. abgesagt

  • Ortsvorsteher und Bürgermeister werden bis auf weiteres keine Geburtstagsbesuche bzw. Besuche bei Ehejubiläen durchführen

  • In öffentlichen Gebäuden wird auf das Händeschütteln verzichtet und ein Abstand von einem Meter erbeten

Die Städte und Gemeinden bitten zusammen mit dem Landkreis Aurich um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen. Nach Ostern werden die Verantwortlichen sich erneut abstimmen.

Gleichzeitig wird den Vereinen und Institutionen in den Gemeinden und Städten empfohlen, bis auf weiteres eigene Veranstaltungen, wie Jahreshauptversammlungen, Ehrungen etc., abzusagen.

 

Weitere Informationen zum Thema Corona gibt es u.a. beim Bürgertelefon des Landkreises Aurich unter (04941) 161616 oder auch in den Ordnungsämtern der Gemeinden und Städte im Landkreis Aurich.

Maßnahmenkatalog:

Beschilderung in öffentlichen Gebäuden : 1 Meter Abstand – kein Händeschütteln

Publikumsverkehr nur noch nach Terminvorgabe

Zur Aufrechterhaltung der Dienstfähigkeit in den Rathäusern werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, größere Veranstaltungen zu meiden und nicht in Corona-Risiko-Gebiete zu reisen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen, soweit möglich, auch vorübergehend Telearbeit leisten können

Bis auf weiteres nach Möglichkeit keine Sitzungen des Rates und der Fachausschüsse

Bis auf weiteres keine Besuche der Ortsvorsteher bzw. Bürgermeister bei Altengeburtstage und Ehejubiläen bzw. Veranstaltungen

Bis auf weiteres keine öffentlichen Veranstaltungen der Gemeinden und Städte, wie z.B. Umwelttag oder ähnliche Veranstaltungen

Bis auf weiteres keine Veranstaltungen in öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Theateraufführungen, Musikdarbietungen, Elternsprechtage, Informationsveranstaltungen

Die Gemeinden und Städte haben die kommunale Infrastruktur sicherzustellen, u.a. in den Rathäusern, Bauhöfen, Klärwerken.

Sowohl beim Landkreis Aurich als auch bei allen Städten und Gemeinden im Landkreis Aurich wird ein Krisenstab eingerichtet.

Für alle weiteren Veranstaltungen gilt bis auf weiteres die Allgemeinverfügung des Landkreises Aurich vom 11.03.2020.

 

Vierter Corona-Fall im Landkreis Aurich (11.03.2020)

Frau auf Norderney positiv auf Virus getestet

Es gibt einen weiteren Corona-Fall im Landkreis Aurich. Bei der Betroffenen handelt es sich um eine 31 Jahre alte Frau aus Norderney. Das positive Testergebnis ging am Mittwoch beim Gesundheitsamt des Landkreises Aurich ein. Wie sich die Frau mit dem Virus infiziert hat, lässt sich derzeit nicht nachvollziehen. Bekannt ist lediglich, dass sie sich bereits Mitte Februar zu einem Besuch in Nordrhein-Westfalen aufgehalten hatte.

Da das Kind der Norderneyerin einen örtlichen Kindergarten besucht, hat die Einrichtung von sich aus beschlossen, den Betrieb für diese Woche einzustellen. Zwei Erzieherinnen, zu denen die Frau Kontakt hatte, stehen in engem Kontakt zum Gesundheitsamt. Beide zeigen aber keinerlei Krankheitssymptome.

Aktuell gibt es damit im Landkreis Aurich insgesamt vier bestätigte Corona-Fälle, 22 Menschen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Neben der Frau aus Norderney sind eine 61-jährige Auricherin betroffen sowie eine 85 Jahre alte Frau aus Norden und deren 60-jähriger Sohn. Da es aus deren direktem Umfeld Kontakte in die Kooperative Gesamtschule (KGS) Norden sowie in die Oberschule Norden gegeben hatte, fällt an beiden Schulen der Unterricht in dieser Woche vorsorglich aus.

 

Veranstaltungen im Landkreis Aurich mit mehr als 1.000 Besuchern werden ab sofort und unbefristet abgesagt. Damit folgt die Kreisverwaltung einer entsprechenden Weisung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die gestern erlassen wurde.

 

Für öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen im Gebiet des Landkreises Aurich mit einer Teilnehmerzahl unter 1.000 Personen gelten mit sofortiger Wirkung die folgenden Auflagen:

 

    1. Es muss eine dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung des Veranstaltungsortes gewährleistet sein.
    1. Es müssen ausreichende Möglichkeiten der Händehygiene (Toilettenräume mit Handwaschbecken, Flüssigseife und Einmalhandtücher sowie Desinfektionsmittel) vorgehalten werden.
    1. Die Teilnehmer müssen vor und während der Veranstaltung aktiv über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten und Husten- und Schnupfenhygiene informiert werden.

 

Die Veranstalter nichtöffentlicher Veranstaltungen im Gebiet des Landkreises Aurich mit einer Teilnehmerzahl von über 100 Personen sind mit sofortiger Wirkung verpflichtet, geplante Veranstaltungen beim Gesundheitsamt des Landkreises Aurich anzuzeigen.

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation sind auch die Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet gehalten, verstärkt Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Beschäftigten zu treffen. Viele Einrichtungen waren schon von sich aus tätig geworden, aber auch das Sozialamt des Landkreises hat in einem Schreiben an die Pflegeinrichtungen verschiedene Maßnahmen empfohlen. Diese Empfehlungen haben durch eine entsprechende Verfügung des Kreis-Ordnungsamtes nun auch Verbindlichkeit erlangt. Demnach gelten folgende Regelungen:

 

  • Die Besuchszeiten der Pflegeeinrichtungen werden auf zwei Stunden täglich in einem vorgegebenen Zeitfenster  beschränkt.

  • Der Besuch wird  auf eine Person pro Bewohner und auf maximal eine Stunde begrenzt.

  • Der Zugang zu den Bewohner/innen erfolgt  nur nach Körpertemperaturmessung der Besucher/innen. Bei einer Körpertemperatur von mehr als 37,5 Grad wird der Zugang nicht erlaubt.

  • Die Besucher der Bewohner/innen werden dokumentiert (einschließlich der Kontaktdaten).

 

Der Landkreis Aurich hat ein Bürgertelefon zu Fragen rund um das Thema Coronavirus eingerichtet. Unter der Rufnummer 04941 16-1616 geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  Antworten zu häufig gestellten Fragen. (Es werden aber keine individuellen medizinischen Beratungen vorgenommen).

 

Der Landkreis informiert auch auf seiner Internetseite https://www.landkreis-aurich.de/soziales-gesundheit/gesundheit/aktuelle-informationen-zum-thema-corona.html über die Thematik sowie über die sozialen Medien.

Unter der bundesweiten Notrufnummer 116117 gibt es ebenfalls Informationen zum Thema Corona sowie online unter www.nlga.niedersachsen.de und www.rki.de.

Corona-Fälle im Landkreis Aurich (11.03.2020)

Es gibt zwei weitere Corona-Fälle im Landkreis Aurich. Bei den Betroffenen handelt es sich um eine 85 Jahre alte Frau aus Norden und ihren 60-jährigen Sohn. Beide waren am 7. März von einer Reise nach Südtirol zurückgekehrt und hatten am Abend desselben Tages leichte Krankheitssymptome gezeigt. Daraufhin meldeten sie sich am gestrigen Montag beim Gesundheitsamt des Landkreises Aurich. Durch die zuständigen Hygienekontrolleure erfolgte ein Abstrich mit anschließender Untersuchung beim Landesgesundheitsamt in  Hannover. Das am Dienstag übermittelte Laborergebnis fiel positiv aus. Beide Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne und unter Beobachtung durch das Gesundheitsamt, das aktuell auch eine Umgebungsuntersuchung durchführt. Die Betroffenen zeigen derzeit nur leichte Krankheitssymptome.

Bereits am Montag war bei einer 61jährigen Auricherin eine Corona-Erkrankung diagnostiziert worden. Sie ist Mitarbeiterin der Auricher Kreisverwaltung, befindet sich in häuslicher Quarantäne, ist aber auf dem Wege der Besserung. Damit liegt die Gesamtzahl aktuell bei drei Corona-Erkrankungen im Kreisgebiet.

Landkreis Aurich richtet Bürgertelefon zum Thema Corona ein (28.02.2020)

Der Landkreis Aurich hat ein Bürgertelefon zu Fragen rund um das Thema Coronavirus eingerichtet. Es  wird am Donnerstagmorgen, 5. März, freigeschaltet. Unter der Rufnummer 04941 16-1616 geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Antworten zu häufig gestellten Fragen. Es wird aber keine individuelle medizinische Beratung geben. 

Bestätigte Corona-Fälle gibt es im Landkreis Aurich derzeit nicht. Mit der zentralen Nummer will der Kreis aber die vermehrt auftretenden Fragen aus der Bevölkerung zum Thema Corona bündeln.

Unter der bundesweiten Notrufnummer 116117 gibt es ebenfalls Informationen zum Thema Corona sowie online unter www.nlga.niedersachsen.de und www.rki.de.

Die zuständigen Stellen des Landkreises sind in enger Abstimmung und beobachten auch die Entwicklung in den Nachbarkreisen genau. Weitergehende Maßnahmen sind im Landkreis Aurich derzeit aber nicht geplant.

 

Zur Bewertung von Krankheitszeichen wie Fieber und Husten ist zu bedenken, dass wir uns zurzeit mitten in der diesjährigen Grippewelle befinden und zusätzlich weitere Viren Hochsaison haben, die Atemwegserkrankungen verursachen.

Daher wird es sich bei Atemwegserkrankungen, die bei Reiserückkehrenden aus Risikogebieten auftreten, zumeist um eine Grippe (Influenzavirus) oder um grippale Infekte durch andere Viren, die Atemwegserkrankungen verursachen, handeln.

 

Ein Infektionsrisiko besteht für Personen,

  • die sich in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben (Eingrenzung des Risikogebietes siehe aktuelle Webseite des RKI, www.rki.de/covid-19-risikogebiete) oder
  • die Kontakt zu einem laborbestätigten Covid-19-Fall hatten.

Haben Sie die Vermutung, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, kontaktieren Sie Ihren Arzt telefonisch und teilen ihm Ihre Befürchtung mit. Es ist die Aufgabe der konsultierten Ärztinnen und Ärzte, anhand der verfügbaren Informationen (u.a. Aufenthalt in einem ausgewiesenen Risikogebiet, klinisches Krankheitsbild) zu entscheiden, ob eine Infektion mit dem neuen Corona-Virus vorliegen könnte oder nicht. Durch die frühzeitige Meldung an das Gesundheitsamt kann mit diesem gemeinsam beraten werden, wie wahrscheinlich eine Infektion mit dem neuen Coronavirus ist und ob eine labordiagnostische Abklärung erforderlich ist. Auch zu organisatorischen Punkten der Labordiagnostik berät das Gesundheitsamt. In einem Verdachtsfall sollten Sie bitte nicht ohne vorherige telefonische Klärung die Krankenhäuser aufsuchen.

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